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44. Johann Conrad Schlaun (1695 - 1773) | |||
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Er war der letzte große Architekt des deutschen Barocks und prägte als solcher die westfälische Kunstlandschaft. Dabei vereinigte er heimatbezogene Traditionen mit den Errungenschaften der italienischen Baukunst. Gewöhnlich kennt man Schlaun nicht als Gartenkünstler, obwohl er zu seinen vielen westfälischen Schlossentwürfen wahrscheinlich auch die entsprechenden Gartenentwürfe mitgeliefert hatte. Aber allein schon wegen seines Entwurfs für das Jagdschloss Clemenswerth ist er in die Gartenkunstgeschichte eingegangen. Aus seinem Leben wissen wir:
Schlauns bedeutendste Bauwerke sind:
Jagdschloss in Brühl
In Brühl stand seit dem 13. Jahrhundert eine Wasserburg, deren Umland wegen seines Wildreichtums bei den Kölner Erzbischöfen beliebt war. 1689 wurde sie von den Truppen Ludwig XIV. zerstört. Bereits 1715 machte der Kurfürst Überlegungen zum Wiederaufbau und wandte sich mit einer Wunschliste und einer Skizze an den Pariser Architekten Robert de Cotte. Zu seinen Wünschen gehörte:
Im Gartenbereich folgte er weitgehend den Forderungen des Kurfürsten Joseph Clemens:
Noch im gleichen Jahr (1724) fuhr Schlaun mit seinen Plänen nach München, die dort vom Kurfürsten angenommen wurden (wahrscheinlich durch die Befürwortung seines Ministers Plettenberg. Letztlich war es auch eine Entscheidung zwischen einem vermehrt französischen oder Wiener Einfluss auf die damalige deutsche Architektur). 1725 wurde der Grundstein gelegt. 1728 war der Rohbau fertig, und Schlaun wurde von Cuvilliés abgelöst. Der Kurfürst hatte nach einem Besuch bei seinem Bruder in München seine Pläne geändert und wollte nun statt des Jagdschlosses ein Residenzschloss errichtet haben (statt der ursprünglichen 40.000 vorgesehenen Taler wurden jetzt nach der neuen Planung 600.000 benötigt). Der Hauptgarten wurde jetzt im Süden zwischen Schloss und Tiergarten errichtet und dafür die Gartenfassade völlig neu konzipiert. (Für Brühl hatte Schlaun eine Reihe von Entwürfen angefertigt; erhalten blieben 9; heute bestehen von seinem Bau nur die Flügelfronten). Jagdschloss Clemenswerth
Vielleicht eine der schönsten Jagdschlossanlagen in Europa. Viele Bauten werden für sie als Vorbilder genannt, ohne dass dafür ein Nachweis erbracht werden kann. Bäuerlich, wie Schlaun von seiner Herkunft her orientiert war, entsprach die Anlage einem Rundlingsdorf, in das viele Einflüsse von der Villa Rotonda bis zur Eremitage Waghäusel (Bruchsal) eingeflossen sind. Das Zentralgebäude besitzt am ehesten Anregungen aus Effners Pagodenburg in Nymphenburg, die Gesamtanlage aus seinem Jagdschloss im Wald von Fürstenried (von dem man nur durch einen Bericht von einem Bamberger Baumeister etwas weiß). 1720 war Clemens August zum ersten Mal im Hümmling gewesen. Er liebte die Jagd, die Kunst und die Frauen. Als seine wichtigste Tätigkeit sah er das Organisieren von Vergnügungen an. Der Hümmling ist ein hügeliges Gebiet oberhalb von Osnabrück und war in der damaligen Zeit extrem arm. Der französische Gesandte Augustin del Blondel, der die Schlossanlage 1744 besucht hatte, schrieb über den zum Schloss gehörenden Ort Sögel:
Es sei ein Ort von "18 armseligen Strohhütten, schlimmer als die erbärmlichsten in Frankreich. …… (Es ist) in jeder Hinsicht das übelste Land, das ich in meinem Leben gesehen habe".
In dieses Gebiet erhielt Schlaun 1735 den Auftrag, für die Parforcejagd (Hetzjagd zu Pferde mit einer Hundemeute) ein Jagdschloss zu errichten.
Vom zentralen Schlösschen führen sternförmig 8 Alleen an den Pavillons vorbei in das umliegende Jagdrevier. In der Verlängerung der Längsachse und der beiden hinteren Diagonalachsen gelangte man zu drei Teichanlagen, die untereinander mit einem Kanal verbunden waren (dem sogenannten "étang"), die der Entenjagd dienten. Die Endpunkte der Wege waren durch Nebenwege miteinander verbunden. Das Hauptgebäude besteht aus einem Oktogon mit Kreuzarmen, einem Mansardendach, 2 Eingängen, übereinander liegenden Fenstern mit vorkragenden Sandsteinrahmen, Ecklisenen (optische Gliederungselemente; hier zur Betonung der Ecken) und Sandsteinschmuck mit Jagdmotiven. In ihm befanden sich die Repräsentations- und Privaträume des Kurfürsten. Die Nebenpavillons (mit je 7 Wohnräumen) waren weniger reich dekoriert. Sie trugen den Namen des Kurfürsten, je einer trug den Namen eines seiner fünf Bistümer (Köln, Münster, Paderborn, Hildesheim, Osnabrück) und des Deutschen Ordenssitzes Mergentheim. Der Schlosspark geht allein auf Schlaun zurück. Seine Grundlage bildete ein bereits vorhandener Wald. Bereits 1738 wurde mit der Neupflanzung von Ebereschen, Buchen und Hainbuchen begonnen (für die Schlaun direkte Anweisungen gab). Später folgten noch Eichen, Ulmen, Weiden, Linden, Erlen und Edelkastanien, Kiefern Fichten und Lärchen. Angestrebt wurde ein Mischwald aus verschiedenen Holzarten, doch wurden die Ebereschen durch die stärker wachsenden anderen Gehölze bald überwachsen. Die Bestände wuchsen zu einem geschlossenen Hochwald heran. Dabei wurde deren Durchforstung vernachlässigt. In Clemenswerth arbeiteten ständig bis zu 41 Bauarbeiter, außerdem Handwerker und Fuhrleute. Diese Arbeiten stellten für die Bevölkerung eine extreme Belastung dar, und sie verweigerte oft ihre Dienste und streikte. Da Schlaun seinem Kurfürsten gegenüber bemüht war, jeden seiner Wünsche zu erfüllen, reagierte er darauf mit äußerster Härte (u.a. indem er ihnen ihre Existenzgrundlage raubte und ihnen ihr Vieh oder ihre Arbeitsgeräte pfänden ließ). Trotz dieses problematischen sozialen und menschlichen Hintergrundes bleibt die künstlerische Leistung Schlauns hier bewundernswert in
Haus Rüschhaus
Dies war der persönliche Sommersitz von Schlaun gewesen. Es ist eine gelungene Synthese aus westfälischem Bauernhaus (Vorderseite) und elegantem Herrenhaus (Rückseite). Bekannt wurde es als zeitweiser Wohnsitz der Dichterin Annette von Droste-Hülshof. Landesüblich war es von einer Graft (Wassergraben) umgeben. Der Garten lag hinter und neben dem Hauptgebäude. Auch er befand sich innerhalb des Graftbereichs und war von einem Außenweg umgeben. Im hinteren Garten führten die beiden Längsachsen von den beiden Längsseiten des Hauses bis zur Wasserkante. Zwischen ihnen war ein Rasenstreifen, eingefasst von einer schmalen Blumenrabatte und Schnittgehölzen. Hinter der Graft befand sich mittig in Hausbreite ein Pavillon. Seitlich von diesem Mittelstreifen war je ein Gartenquadrat, geteilt durch ein Wegekreuz, mit abgerundeten Feldern zur Wasserseite hin und je einem Brunnen in ihrer Mitte. Der seitliche Garten (ein solcher war in dieser Zeit bei Landhäusern üblich geworden) bestand aus einer leicht trapezförmigen Anlage, die in einem äußeren Wegekreis, einem Wegekreuz und einem mittleren Brunnen endete. Diese ganze Anlage zeichnete einerseits ihre Eigenwilligkeit und andererseits Schlauns Verbundenheit zu seiner westfälischen Heimat aus. Oranienburg in Nordkirchen
Das Schloss Nordkirchen wurde 1703 von Gottfried Laurenz Pictorius (1663 - 1729) für den Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg als Familienresidenz errichtet. Es orientierte sich mit seiner gewaltigen Größe in seinen Proportionen und Fassadendetails am holländischen Klassizismus. Es lag mit seinem repräsentativen Gartenteil auf einer von einem Kanal und Baumreihen umgebenen Insel. Eingebettet war diese in einem mit Hilfe von Alleen und Schneisen erschlossenen Waldpark. Ab 1723 übernahm Schlaun die Bauleitung für die Bauarbeiten. Um 1725 erhielt er den Auftrag zur Errichtung der Oranienburg im Park. Dazu gehörten der Neubau einer großen (= Oranienburg) und einer kleinen Orangerie, die Anlage des Inselgartens mit einer Gloriette und einer Fasanerie. Der Garten auf der Westseite der Anlage wurde von Schlaun entworfen und weitgehend ausgeführt. Das Parterre bestand hier aus zwei Rasenstücken, die durch eine Mittelachse geteilt und durch Zierwege und vier Fontänenbecken aufgelockert wurde. Umgeben waren die "parterre à l'angloise" von Blumenrabatten. In der Mitte und in den Ecken der Rasenstücke standen Skulpturen. Die Mittelachse endete vor einem Wasserbecken mit einer Kaskade, hinter der sich eine Fontäne als "point de vue" befand. Neben diesem Parterre war ein Boskettstreifen für das "Jeu des Passes"-Spiel und dahinter ein regelmäßig bepflanztes Baumquartier mit einem 6-strahligen Wegestern. Die Querachse hinter dem Westgarten führte zur Oranienburg. Diese war ein kleines Sommerschloss (bereits vorher projektiert, wurde sie von Schlaun erweitert und zu einem Casino mit Festsaal ausgebaut. Die Orangerie hatte sich hier zu einer Art Nebenschloss weiterentwickelt. Nach vorne und hinten war sie von einem prächtigen Broderieparterre umgeben. Hinter der Querachse in der Verlängerung des Westgartens befanden sich zwei Bosketts mit zwei größeren Teichen als Wasserreservoir für die Wasserkünste und daneben, seitlich neben dem Schlösschen, ein Irrgarten und eine Fasanerie. Dieser Garten zeichnete sich durch seine Gestaltungsvielfalt und durch die für das Spätbarock kennzeichnende verstärkte Zuwendung zum Rasenparterre an der Stelle des Broderieparterres im Hauptgartenbereich aus. Clemenskirche und Clemenshospital
Die Clemenskirche in Münster baut auf Schlauns Studien der Bauten von Borromini (außen) und Bernini (innen) auf. Ihr Grundriss ergibt sich aus ihrer Lage. Sie besteht über einem unregelmäßigen Sechseck aus einem Zentralraum ohne eine dominierende Achse. Die Kirche war dem Namensspender des Kurfürsten geweiht. Ihr ikonologisches Grundkonzept entsprach dem von S. Andrea (Rom): Die irdische Existenz des Heiligen Clemens und seine Teilhabe am Göttlichen. Im Innern hat man eine Trinitätsikonologie umgesetzt (wie sie sich der Orden der Barmherzigen Brüder über die Geisteswelt des Heiligen von Hippo zur Grundlage gemacht hat). Die Fassade folgt Borrominis Kirche S. Carlo alle Quattro Fontane in Rom. Die Innenausstattung besteht aus kräftigen Gliedervorlagen und scharf gegeneinander abgesetzten Raumeinheiten. Sie steht damit in einem gewissen Widerspruch zur übrigen Rokokoornamentik. Die Kirche ist wegen ihres Bezugs zum Umraum und ihrer Ausformung einzigartig. Man spricht ihr wegen ihrer städtebaulichen Stellung europäischen Rang zu. Sie ist wie aus einem Guss geschaffen. Alle ihre Elemente bilden eine Einheit. Hinter der Kirche befand sich das Clemenshospital mit einem dreiteiligen Garten, bestehend aus Rasenflächen, sie umgebenden Blumenrabatten und einem Brunnen. Hinter dem Hospital lag ein Friedhof, gestaltet wie ein "parterre à l'angloise", zwei langgezogene Rasenstreifen eingefasst von Randrabatten. In ihrer Mitte befand sich eine Querachse, die hinter einer längsgelagerten Wandelallee zu einer Kapelle führte. Akzentuiert war sie in den Rasenstücken durch ein kreisförmiges Beet mit einer Skulptur in der Mitte. Auf diese bezogen war ein größeres kreisförmiges Beet mit einer größeren Skulptur am Ende der Mittelachse. Diese Friedhofsanlage strahlte den Charakter eines großen Gartens aus. Erbdrostenhof
Schräg gegenüber der Kirche liegt der Erbdrostenhof. Sein Grundriss gilt in Europa als einzigartig. Er ist als Adelspalais ein gerundetes Eckgebäude mit einem dreieckigen Ehrenhof. Die Seitengebäude der sonst üblichen Dreiflügelanlage orientieren sich hier parallel an den spitz zulaufenden Seitenstraßen. Nur so reichte der vorhandene Platz. Die Gebäudemitte wird von einem dreiachsigen Risaliten (auf ganzer Flucht vortretender Bauteil) beherrscht. In seiner Zeit galt das Gebäude als das prächtigste Stadtschloss.+ Wohnhaus Schlauns in Münster
Schlauns persönliches Wohnhaus in Münster gehörte zu den Spitzenleistungen der deutschen Baukunst. Wie sein Landhaus Rüschhaus zeichnete es sich durch Individualität und Originalität aus. Im Osten eines großen Grundstücks gelegen, bestand es aus einem zweigeschossigen Baukörper mit einem hohen Dach. Der Mittelrisalit war besonders hervorgehoben (das hatte es bei Bürgerhäusern zuvor in Münster nicht gegeben). Die Mitte des Hauses bildete ein querovaler Gartensaal. Im Obergeschoß besaß der darüber liegende Hauptraum eine Stuckdecke mit 16 Deckengemälden in den Kehlzonen. Residenzschloss in Münster
Bei seiner Wahl zum Fürstbischof 1719 hatte sich Clemens August gegenüber dem Domkapitel verpflichtet, in Münster eine ständige Residenz einzurichten. Pictorius begann sofort mit den Planungen für sie. 1732 lagen dafür auch zwei Alternativpläne von Schlaun vor. Nach einem Duell in Brühl 1733 zwischen dem Deutschordenskomtur und einem Verwandten Plettenbergs kam es dazu, dass der Minister in Ungnade geriet und die Münsterschen Residenzpläne vorerst beendet waren. Nach dem Tod von Clemens August (1762) verpflichtete sich der neue Fürstbischof gegenüber den Landständen erneut zum Bau der Residenz. 1667 wurden Schlauns Schlosspläne genehmigt und 1769 waren die Mauern des Erdgeschosses bereits fertiggestellt (und ¼ der Promenaden des Schlossgartens). 1772 ist der Außenbau des Schlosses abgeschlossen und die Stuckateurarbeiten begannen. 1773 legte Schlaun für alle Räume Einrichtungspläne vor. Als er starb (1773), waren alle Arbeiten in der Schlosskapelle und einzelne Räume im Erdgeschoß beendet. Sein Nachfolger wurde Wilhelm Ferdinand Lipper, der die ursprünglichen Planungen vereinfachte und die Gartenarbeiten zunächst vernachlässigte. 1787 war aber auch der Garten fertiggestellt und der Kurfürst gab ihn für die Münstersche Bevölkerung frei. (Letztendlich wurde das Schloss mit den Bestechungsgeldern Österreichs für die Wahl eines Sohnes Maria Theresias zum neuen Bischof von Köln und Münster bezahlt). Errichtet wurde der Garten bis auf das Areal einer alten Zitadelle und sollte nach Schlaun aus den üblichen Parterres, Kaskaden und Bosketts bestehen (er griff dabei auf seine Würzburger Erfahrungen zurück). Zu beiden Seiten der Mittelachse waren nach einem Rabattenstreifen mit Schnittgehölzen zunächst sehr aufwendige florale Broderieparterres mit je zwei Springbrunnenanlagen. Ihnen folgten zur Seite zwei verschiedene, vielgestaltige Boskettanlagen und dahinter eine den ganzen Garten umgebende dreireihige Allee. Hinter dem Broderiebereich, im Herzen der Zitadelle, befand sich ein runder Platz mit einer großen Springbrunnenanlage. Von hier führten Wege zu allen Eckpunkten der Zitadelle. Die Mittelachse führte an dem runden Platz vorbei über Treppen bis auf die Spitze einer Bastion, auf der sich die seitlichen Alleen trafen und einen runden Platz bildeten. Die beiden Bastionen daneben und die beiden hinteren größeren Gartenstücke kündeten bereits eine neue Gartenzeit an, indem hier die Wegsysteme zwar noch symmetrisch angelegt, aber nicht mehr geradlinig sondern rhythmisch geschwungen sein sollten. Schlaun liebte in seinen Bauten die Kombination von rotem Klinker, Sandstein und weißen, mehrfach unterteilten Fenstern. Man nannte sie auch die "Westfälische Sinfonie". Er versuchte, das historische Formenrepertoire schöpferisch in eine neue Zeit zu übertragen und wurde so zum Vertrauensarchitekten des westfälischen Adels. Er gab seinen Schlössern mit einem feingliedrigen Risalit und einer Freitreppe ein edleres Aussehen und stellte sie mit Hilfe von Blickachsen und Distanzen in neue Zusammenhänge. Die Blende wurde für seine Wände bestimmend. Sie wurde zum konstruktiven Zentralmotiv seiner Fassaden. "So vielseitig und feinfühlig wie er hat sie im 18. Jh. niemand angewandt" (Werner Hager). Seine Bauten erhalten dadurch den Ausdruck einer immerwährender Modernität. Schlaun war in seiner Zeit die Bauautorität seines Landes. Wie in seiner Zeit üblich (d.h. bis in die 2. Hälfte des 18. Jhs. hinein) errichtete Schlaun nicht nur die Schlösser, sondern auch die dazu gehörenden Gärten. Er besaß ein sicheres Gefühl für Proportionen, Akzente, Rhythmen und offene Räume, was ihm bei der Gartengestaltung zugutekam. Leider hat sich keiner seiner Gärten (außer Clemenswerth) erhalten, so dass er in der Gartenkunstliteratur heute kaum noch beachtet wird. Gartenpläne von ihm gibt es u.a. noch von
Zeitlich gehört er als Architekt dem Spätbarock an, was ihm teilweise negativ angehängt wird, da zu seiner Zeit die architektonische Entwicklung bereits weiter fortgeschritten war. Negativ wird ihm das als westfälische Rückständigkeit angekreidet, sein letzter großer Bau, das Münstersche Schloss als Ausdruck seines Anachronismus. Andererseits lassen sich seine Bauten auch heute noch gut ansehen, und es wäre eine verdienstvolle Aufgabe, abzuklären, wie viel in der westfälischen Gartenkultur auf dem Lande auf seine Arbeit zurückzuführen ist. Obwohl er sich in seinem Verhalten immer an der Oberschicht orientierte, leugnete er bei seinen Gestaltungsaufgaben nie seine bäuerliche, bodenständige Herkunft. Dies mag eine der Ursachen gewesen sein, weshalb er in Westfalen so beliebt war, seine Schlösserkultur prägte, während er außerhalb dieses Gebietes weitgehend unbekannt blieb. Ausdrücke dieser seiner Bodenständigkeit waren z.B.:
Quellen
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